Nach Pleite von Thomas Cook: So holen Sie sich Ihr Geld zurück – Stiftung Warentest gibt Kunden Tipps

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Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher: Urlauber können ihre gebuchte Reise vorerst nicht antreten

 
 
 

Das Reiseunternehmen Thomas Cook musste Insolvenz anmelden. Stiftung Warentest erklärt nun, wie Kunden sich ihr Geld zurückholen können.

Mit der Pleite von Thomas Cook mussten zahlreiche weitere Reiseanbieter Insolvenz anmelden. Wie Kunden nun ihre Reise antreten können oder sich ihr Geld zurückholen.

Thomas Cook: Diese Unternehmen sind von der Insolvenz betroffen

Von der Insolvenz der Thomas Cook Group plc sind auch weitere Ableger des Unternehmens betroffen:

Thomas Cook GmbH
Thomas Cook Touristik GmbH
Bucher Reisen & Öger Tours GmbH

Zu weiteren Thomas-Cook-Marken, die von der Pleite betroffen sind, zählen:

Neckermann Reisen
Thomas Cook Signature
Air Marin

Die Airline Condor gehört ebenfalls zu Thomas Cook. Hier gehe der Flugbetrieb jedoch weiter, wie das Unternehmen versicherte.

Die Vorsitzende Geschäfts­führerin der Thomas Cook GmbH Stefanie Berk erklärte gegenüber der Stiftung Warentest: „Das über­aus positive Feedback aus unseren Gesprächen der letzten Tage macht uns sehr zuversicht­lich, dass die Traditions­marken Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen die Chance bekommen, bald wieder in gewohnter Weise am Markt aktiv sein zu können.“

Thomas Cook, Neckermann Reisen & Co.: So sollten Kunden handeln, die ihre Reise bereits angetreten haben

Wer seinen Urlaub mit Thomas Cook bereits angetreten hat, der sollte laut Stiftung Warentest zunächst einmal seine Reiseunterlagen prüfen, um herauszufinden, was er bereits bezahlt hat. Wurden Hotels vor Ort gezahlt, weil der Reise­ver­anstalter offene Rechnungen nicht beglichen hat, „machen Sie Ihren Anspruch bei der Insolvenz­versicherung geltend und reichen Sie Belege zur Erstattung ein“.

Thomas Cook, Neckermann Reisen & Co.: So sollten Kunden handeln, die vor dem 31.12.2019 verreisen

Kunden, die ihre Reise mit Thomas Cook so gebucht haben, dass sie diese bis 31. Dezember 2019 antreten, werden enttäuscht: Sie können ihre Reise nicht antreten, ganz gleich, wie viel sie bereits dafür bezahlt haben. Betroffen sind hiervon Pauschal­reisen wie Hotel- oder Flugbuchungen. Ihr Geld können Sie sich wie folgt wiederholen:

Pauschal­reisende haben Anspruch auf Erstattung ihrer Zahlungen. Dieser wird bei der Insolvenz­versicherung des Reise­ver­anstalters geltend gemacht.
Wer Buchungen mit Kreditkarte oder per Last­schrift bezahlt hat, kann sich sein Geld von seiner Bank erstatten lassen.

Thomas Cook, Neckermann Reisen & Co.: So sollten Kunden handeln, die ab dem 1.1.2020 verreisen

„Was im neuen Jahr passiert, ist noch völlig unklar“, heißt es bei Stiftung Warentest. Für Kunden, die ihre Reise ab dem 1. Januar 2020 antreten wollen, bleibt also nur das Warten – das Warten auf Abstimmung mit der Insolvenz­verwaltung und die Prüfung weiterer Vorgehens­weisen. Die Thomas-Cook-Unternehmen könnten gegebenenfalls ab dem 1.12.2019 wieder operativ tätig sein, so dass ab 1.1.2020 wieder Reisen angeboten werden.