Hinweis für Reisende nach Venedig-Hochwasser

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"Acqua Alta" in Venedig – im Herbst und Winter ist die Altstadt regelmäßig überflutet

 
 
 

Ein Jahrhunderthochwasser hat Venedig heimgesucht: Touristen, die die oberitalienische Lagunenstadt besuchen wollen, müssen auch nach Abzug der Wassermassen damit rechnen, dass Geschäfte, Restaurants, Hotels, Kirchen und andere Sehenswürdigkeiten geschlossen oder nur eingeschränkt zugänglich sind.

Die Fluten haben teilweise schwere Spuren hinterlassen. Neben dem Markusplatz, der zu den tiefsten Punkten der Stadt gehört, standen etliche Gebäude und Wohnhäuser unter Wasser. Nach Informationen der Denkmalschutzbeauftragten der Lagunenstadt wurde jede zweite Kirche, unter anderem der weltberühmte Markusdom, beschädigt. Auch andere Kulturdenkmäler wie z.B. der Dogenpalast sind durch salziges und schmutziges Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Oper La Fenice will am Sonntag, 25. November, wieder öffnen. Für die ausgefallenen Vorstellungen werden die Tickets erstattet, teilte das 1792 eröffnete Opernhaus auf seiner Homepage mit.

Hinweis für Reisende: Wer in Kürze nach Venedig will, sollte sich unbedingt bei seinem Veranstalter oder seiner Unterkunft nach möglichen Einschränkungen erkundigen. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten dauern an. Venedig meldet jedes Jahr im Herbst und Winter „Acqua Alta“, Hochwasser in weiten Teilen der Altstadt. Aber die jüngsten Überschwemmungen gingen stark über das Übliche hinaus, weswegen der Notstand ausgerufen wurde: Die Pegel hatten das Rekordniveau von 187 Zentimetern erreicht – es war damit das schlimmste Hochwasser seit 50 Jahren.

Grund für das „Acqua alta“ sind das Zusammentreffen von Schlechtwetter und Gezeiten. Vorhersagen zum Hochwasser kann man auf der Homepage der Stadt Venedig* abfragen.

Hochwasser in Venedig – eine Touristenattraktion

Die Unesco-Welterbestadt Venedig, die nur einen Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist für ihre häufigen Hochwasser bekannt. Seit Jahrhunderten haben die Einwohner gelernt, damit zu leben. Auf Touristen wirkt die Situation häufig wie eine Inszenierung, die die Stadt noch reizvoller macht.