Greta Thunberg ist angekommen – und findet ihre Reise absurd

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Greta ist wieder in Europa.

 
 
 

Greta ist wieder in Europa: Am Dienstagabend kam sie nach drei Wochen auf See in Portugal an. In einem Interview erklärte sie, dass ihre Art zu reisen absurd sei – sie aber ein Zeichen setzen wollte. Als nächstes geht es für Greta nach Madrid, wo die UN-Klimakonferenz schon begonnen hat.

Greta Thunberg hat zum zweiten Mal den Atlantik überquert. Mitte November hat sie gemeinsam mit einem Youtuber-Pärchen ihre Reise begonnen, gestern erreichte der Katamaran Lissabon. An Land angekommen, erklärte Greta erneut, was die anstrengende Reise für sie bedeutet.

„Ich reise nicht so, weil ich will, dass jeder so reist. Ich mache das, um eine Botschaft zu senden, dass es heute unmöglich ist, nachhaltig zu leben und dass sich das ändern muss. Es muss viel einfacher werden.“

Kritik an Greta Thunbergs Reise

Greta wurde im Vorfeld für ihre Entscheidung mit einem Boot zu reisen immer wieder kritisiert. Es sei für viele Menschen nicht möglich, auf Flüge zu verzichten – die Atlantik-Überquerung sei eher eine „Show“, aber keine echte Alternative. Auch Greta selbst hält ihre Reise nicht für eine praktikable Lösung: „Wir können nicht von jedem erwarten, auf Leute wie diese [die Schiffscrew, Anmerkung der Redaktion] angewiesen zu sein, das ist absurd.“

Auf Instagram erklärte Greta, ein paar Tage in Lissabon bleiben zu wollen, um sich zu erholen. „Ich sehe wahrscheinlich etwas betrunken aus, wie ich mit meinen Meer-Beinen durch Lissabon stolpere“, schrieb die 16-jährige Schwedin. Anschließend will sie nach Madrid fahren, um an der UN-Klimakonferenz teilzunehmen. Die Konferenz dauert noch bis 13. Dezember an.

„Menschen unterschätzen wütende Kinder“

Was genau Greta für die Klimakonferenz geplant hat, verriet sie nicht. Beim UN-Klimagipfel in New York hatte sie eine emotionale Rede gehalten, die tagelang für Diskussionen sorgte. In Madrid könnte ihr Auftritt ähnlich werden. „Ich denke Menschen unterschätzen die Kraft von wütenden Kindern. Wir sind wütend und wir sind frustriert und zwar aus einem guten Grund. Wenn sie nicht wollen, dass wir wütend sind, sollten sie vielleicht aufhören, uns wütend zu machen“, sagte Greta kurz nach ihrer Ankunft in Lissabon.