Darf ich trotz Reisewarnung reisen? Was Sie für Ihre Urlaubsplanung wissen sollten

0
2233
Außenminister Heiko Maas hat die internationale Reisewarnung bis 14. Juni verlängert.

 
 
 

70,8 Millionen Urlaubsreisen unternahmen die Deutschen im Jahr 2019, mehr als 70 Prozent davon gingen ins Ausland. Außenminister Maas hat die internationale Reisewarnung bis 14. Juni verlängert. FOCUS Online erklärt, was die Reisewarnung für Ihre Planung bedeutet.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wird derzeit gewarnt, da weiterhin mit starken drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Dies gilt bis auf weiteres fort, vorerst bis einschließlich 14. Juni 2020.
Noch im Ausland befindliche Touristen sollten zurückreisen, solange es noch Reisemöglichkeiten gibt.“

Reisewarnung des Auswärtigen Amts (Stand: 30. April 2020)

Internationale Reisewarnung bis mindestens 14. Juni 2020

2019 gingen nach einer Analyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen von 70,8 Millionen Urlaubsreisen der Deutschen 74 Prozent ins Ausland. Den Osterurlaub hat das Coronavirus bereits auf dem Gewissen, jetzt müssen auch die Pfingstferien dran glauben – zumindest was Reisen ins Ausland angeht. Vom Sommerurlaub am Mittelmeer dürfen wir aber immerhin träumen – noch.

Die Bundesregierung hat die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert. Außenminister Heiko Maas äußerte am Mittwoch nach dem Kabinettsbeschluss die Hoffnung, dass bis zum Beginn der ersten Sommerferien am 22. Juni die Grenzen zumindest zu einigen europäischen Ländern wieder für Touristen geöffnet werden können. Er betonte jedoch: „Das kann aber niemand versprechen“.

Reisewarnung ist kein Reiseverbot – erneute Rückholaktion aber unwahrscheinlich

Eine Reisewarnung bedeute aber nicht ein Reiseverbot, ergänzte Maas am Donnerstagvormittag: „Jeder muss selber entscheiden, was er tut und wohin er reist. Die Frage ist, wohin man überhaupt reisen kann. Es gibt praktisch überhaupt keinen internationalen Flugverkehr mehr. Es gibt Einreisesperren in Europa, es gibt Ausgangssperren in den meisten Ländern.“ Insofern sei die Reisewarnung vor allen Dingen ein Hinweis an die Verantwortlichkeit der Bürgerinnen und Bürger.

„Wir haben in den letzten vier Wochen 240.000 Touristen aus der ganzen Welt zurückgebracht, weil die wegen der Corona-Krise nicht mehr zurückgekommen sind. Es gab keine Flieger mehr, der Reiseverkehr ist zusammengebrochen. Das werden wir sicher nicht nochmal machen: weder über Pfingsten, noch über die Sommerferien“, mahnte der Minister. Die Reisewarnung solle den Leuten einen Hinweis geben, was verantwortlich ist und was nicht, aber: „Sie ist kein Verbot, sich von A nach B zu bewegen.“