Nationalpark in Vietnam verbietet Elefantenreiten

Der Nationalpark Yok Don in Vietnam setzt ein starkes Zeichen für den Tierschutz: Das Reiten auf Elefanten ist dort jetzt verboten. Stattdessen gibt es für Touristen eine ethische Beobachtungstour.

Elefantenreiten – ein Traum vieler Touristen, die Urlaub in Afrika oder Südostasien machen. Doch für die Tiere geht das Leben als Packtier mit Quälerei einher, sie sind oftmals unterernährt und überarbeitet. Um ein Zeichen für den Tierschutz zu setzen, hat sich jetzt ein Nationalpark in Vietnam dazu entschlossen, kein Elefantenreiten mehr anzubieten.

Stattdessen bietet der 1.155 Quadratkilometer große Park nun „ethische Touren“ an, bei denen Touristen die vier Elefanten des Parks nahe der kambodschanischen Grenze aus der Ferne beobachten können. Außerdem wohnen Leoparden, Wölfe, Affen und Schlangen in dem Park.

Park in Vietnam verbietet Elefantenreiten – ein großer Schritt

Das Elefantenreitenverbot sei ein großer Schritt, berichtet der „Guardian“, denn bis Anfang Oktober wurden die Elefanten in Ketten gehalten. Sie mussten Touristen auf Touren, die den ganzen Tag dauern konnten, herumtragen. Das führte dazu, dass die Tiere natürlichen Verhaltensweisen – wie der Futtersuche, dem Trinken oder dem gegenseitigen Berühren – nicht nachgehen konnten.

Damit der Übergang zu den ethischen Touren reibungslos funktioniert, hat der britische „Olsen Animal Trust“ Spendengelder bereitgestellt. So wurde sichergestellt, dass die Elefantenbesitzer nicht ihren Lebensunterhalt verlieren.