Suedamerika Reisetipp 05 – Zahlungsmittel

Bargeld in Landeswährung, Euro oder Dollar?
Den besten Wechselkurs bekommt man stets an Geldautomaten mit einer Maestro- oder Kreditkarte, weswegen wir von der Mitnahme größerer Bargeldmengen abraten.

Es kann aber natürlich sein, dass der Geldautomat im Flughafen-Terminal nicht funktioniert und man dringend Bargeld für das Taxi in die Stadt braucht. Deswegen empfehlen wir, ca. 100 US-Dollar in kleinen Scheinen mitzubringen, die du dann nötigenfalls an einem Schalter im Flughafen tauschen kannst. US-Dollar deswegen, weil sie in fast allen Ländern Südamerikas als Zweitwährung beliebt sind und im Notfall (falls z. B. die Wechselstube im Flughafen geschlossen ist) auch in vielen Geschäften getauscht werden können.

Südamerikanische Landeswährungen sind bei deutschen Banken leider nur selten zu bekommen. Aktuelle Wechselkurse und eine praktische kostenlose App für dein Smartphone oder Tablet gibt es bei OANDA.

Gebührenfreie Kreditkarte mitnehmen
Wenn man im Ausland mit einer normalen Maestro- oder Kreditkarte Bargeld am Automaten abheben will, fallen oft hohe Gebühren pro Transaktion an. Viele Reisende sehen sich deswegen genötigt, höhere Beträge abzuheben. Kommt es dann zu einem Diebstahl, ist der Schaden natürlich entsprechend groß.

Um dies zu vermeiden, empfehlen wir die kostenlose Visa-Karte der Deutschen Kreditbank AG (kurz: DKB). Damit kann man weltweit an jedem Geldautomaten gebührenfrei Bargeld beziehen, also z. B. auch ganz kleine Beträge für den Tagesbedarf.

DKB Cash – Reduziere den Kreditrahmen auf das nötige Minimum
Auf Wunsch kann man den Kreditrahmen der Karte auch verringern lassen und so bei Verlust oder Diebstahl den Schaden möglichst klein halten. Bei der DKB-Visa-Karte ist es sogar möglich, die Karte ganz ohne Kreditrahmen zu nutzen. Dafür kannst du einfach vom dazugehörigen Girokonto vorab das benötigte Geld auf das Kartenkonto überweisen und diese dann wie eine Prepaid-Kreditkarte verwenden.

Wichtig: Für die Anmietung eines Autos oder Motorrads kann ein Kreditrahmen von bis zu 500 Euro erforderlich sein. Autovermietungen “blockieren” diesen Betrag bis zur Rückgabe des Fahrzeugs, um sich für etwaige Schäden abzusichern.

Maestro-Karte als alternatives Zahlungsmittel
Die meisten Bankkarten bzw. EC-Karten tragen heute das Maestro-Logo. Damit kann man auch in Südamerika in vielen Geschäften und Restaurants bargeldlos zahlen und gegen eine Gebühr Bargeld am Automaten beziehen. Als alternatives Zahlungsmittel ist eine Maestro-Karte empfehlenswert, nicht jedoch als Ersatz für eine Kreditkarte von Visa oder MasterCard.

Sind Reiseschecks noch zeitgemäß?
Früher waren Travelers Cheques z. B. von American Express bei Auslandsreisen Pflicht, da sie als das sicherste Zahlungsmittel galten. Sicher sind sie natürlich auch heute noch und werden bei Verlust auch schnell ersetzt. Das ist allerdings bei Kreditkarten auch der Fall, weswegen Reiseschecks heutzutage unserer Meinung nach eher unpraktisch sind. Außerdem gibt es immer weniger Stellen, die Travelers Cheques akzeptieren und wenn, dann ist auch meist der Kurs eher ungünstig und es fällt eine Gebühr an.

Wenn überhaupt, empfehlen wir daher Reiseschecks nur als “Notgroschen” auf die Reise mitzunehmen. Viele Banken haben sie vorrätig oder können sie kurzfristig bestellen und an großen deutschen Flughäfen und Bahnhöfen bekommt man sie bei der ReiseBank.

Schnelles Bargeld aus der Heimat für den finanziellen Notfall
Für den unwahrscheinlichen Fall, dass dir wirklich alle Zahlungsmittel abhanden kommen und du dringend Bargeld brauchst, empfehlen wir Western Union. Ein Freund oder Verwandter kann dir damit binnen weniger Minuten Geld aus der Heimat schicken – entweder über die Website von Western Union oder als Bareinzahlung bei einem Partner wie der Deutschen Post.

In ganz Südamerika gibt es ein dichtes Netz von Western Union Partnern und Filialen, wo du für die Auszahlung nur deinen Ausweis vorlegen musst. Außerdem musst du die MTCN (Money Transfer Control Number) kennen, die dem Einzahler von Western Union gegeben wurde.