Tobago: Entspanntes Leben in der Karibik

Wenn ihr karibische Lebensfreude vor der Kulisse traumhafter Strände und unberührter tropischer Natur kennenlernen wollt, seid ihr auf Tobago genau richtig. Die Insel, die zu den Kleinen Antillen gehört, liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich vor Venezuela. Zusammen mit der Nachbarinsel Trinidad bildet sie das südliche Eingangstor in die Karibik – und war der Legende nach sogar Vorbild für das einsame Eiland im Bestseller-Roman Robinson Crusoe.

Traumschönes Reiseziel

Glasklares, türkis-blaues Ozeanwasser umspült das Eiland. Großartige Sandstrände und urige Orte ziehen sich entlang seiner Küsten, kaum ein Insulaner weit vom Meer entfernt lebt. Im Südwesten, auf der am Atlantik gelegenen Inselseite, befindet sich der Hauptort Scarborough. Trotz ihrer relativen Größe – jeder Vierte der knapp 55.000 Einwohner ist hier zu Hause – geht von der Stadt mit ihrem Markt direkt am Hafen bis heute etwas Verträumtes aus. Es gibt aber auch einiges Sehenswertes, etwa das historische Fort King George von 1777 mit tollem Weitblick und die bunten Häuschen im Gingerbread-(Lebkuchen-)Stil.

Das Thermometer auf Tobago bewegt sich das ganze Jahr über zwischen angenehmen 27 und 30 Grad Celsius, und mit konstanten 25 bis 28 Grad hat das Wasser zu jeder Zeit die perfekte Badetemperatur. Aber auch an Land kommt man dank der erfrischenden Meeresbrisen nur selten richtig ins Schwitzen – ideale Bedingungen also für einen Badeurlaub.

Paradiesische Strände

Kaum eine andere Karibik-Insel wartet mit einer solchen Vielfalt an Stränden auf wie Tobago. Das zeigt schon die Tatsache, dass hier mehr als 40 unterschiedliche Arten von Sand existieren. Bereits beim Anflug auf den ANR Robinson International Airport sieht man den Store Beach Bay, den beliebtesten und lebhaftesten Strand des Eilands mit vielen guten Restaurants. Hier auf der karibischen Nordseite sind die Wellen übrigens selten höher als 40 Zentimeter, sodass auch Kinder wunderbar planschen können.

Und es gibt jede Menge weitere Traumstrände. Weißer Korallensand und Palmen ohne Ende erwarten euch am Pigeon Point am Westzipfel der Insel, dazu ideale Bedingungen für Kitesurfer. Großartige Ausblicke auf das grün-blaue Meer hat man in der geschützten Tyrell’s Bay im Osten Tobagos – nebenbei ein fantastischer Tauchspot für alle, die farbenprächtige Korallengärten entdecken wollen. Wer lieber schnorcheln mag, sollte sich die Englishman’s Bay an der Nordküste nicht entgehen lassen; an ihrem ruhigen, goldgelben Sandstrand lässt es sich auch herrlich entspannen.

Dazu kommen noch ein paar ganz besondere Locations. Nur zu Fuß erreichbar ist etwa die einsame Cambleton Bay, eine von Büschen umgebene Idylle nahe dem Ort Charlotteville an Tobagos Nordostende. Für romantische Stunden im Paradies empfiehlt sich auch die unweit davon gelegene Lover’s Bay mit ihrem rosafarbenen Sand. Und am südwestlich gelegenen Turtle Beach kann man nicht nur hervorragend relaxen und durch sanfte Wellen gleiten, sondern auch majestätische Lederschildkröten bewundern.

Tropische Natur

Während Korallen und Riffe die Lagunen und Buchten rund um Tobago prägen, haben Vulkane die einmalig schöne und immergrüne Landschaft im Inselinneren geformt. Üppiger Regenwald macht rund 70 Prozent des nur 300 Quadratkilometer großen Eilands aus. Das Main Ridge Forest Reserve – der älteste geschützte Regenwald der Welt – lässt sich prima bei einer Wanderung entdecken, es geht zwischen Bambusstauden hindurch und bei Bedarf bis auf den Pigeon Peak, mit 576 Metern Tobagos höchster Gipfel. Mitten im Tropenwald, in der Nähe von Roxborough, stürzen die Argyle-Wasserfälle mehr als 50 Meter in die Tiefe und füllen drei natürliche Pools, in die man zur Erfrischung hüpfen kann.

Etwa 465 Schmetterlings- und 230 Vogelarten leben auf der tropischen Insel, darunter der prächtig leuchtende Blaukopfpitpit und der Cocrico, das Wappentier Tobagos. Mit einem Glasboden-Boot – Blick auf Meeresschildkröten inklusive – kommt man übrigens auch gut hinüber zur Nachbarinsel Little Tobago, ein unbewohntes Naturparadies. Von dort aus gibt es eine großartige Aussicht über die ganze Inselwelt.

Karibischer Groove

Musik und Tanz, lachen und am Strand entspannen sind fest im Alltag der Bewohner von Tobago verankert. So sehr, dass es sogar ein eigenes Wort dafür gibt: „Liming“. Steelpan-Bands sorgen unter anderem auf Dorffesten das ganze Jahr über mit ihren Metalltrommeln für den typisch karibischen Groove. Noch intensiver und ausgelassener geht es beim viertägigen Karneval zu, wenn Tänzerinnen in federgeschmückten Kostümen zu den unterschiedlichsten Rhythmen durch die Straßen ziehen.

Beim Tobago Heritage Festival feiern die Einwohner sechs Wochen lang das Erbe und die Geschichte ihrer Insel, etwa mit traditionellen Tanzeinlagen in historischen Kostümen und einer aufwendigen Hochzeitsprozession. Bei alldem gilt: Zuschauen reicht nicht, man sollte auch mitmachen. Angesichts der puren Lebensfreude, die während der Feste zu spüren ist, dürfte das nicht allzu schwer fallen.